Auslandspraktikum-Ratgeber

Don'ts vor dem Auslandspraktikum

Dein Plan „Auslandspraktikum“ steht. Das, was da jetzt vor dir liegt, ist ganz schön aufregend und spannend – welches Land, welches Unternehmen, wie lange und überhaupt! Hab ich an wirklich an alles gedacht? Was packe ich eigentlich in meinen Koffer und was nicht? Fragen über Fragen. Jetzt bloß nicht den Überblick verlieren und weder hastig noch zu tiefenentspannt werden.

Damit bereits VOR dem Start deines Praktikums bzw. schon in der Planungsphase alles für dich glatt läuft, haben wir dir hier die wichtigsten „Don’ts“ vor dem Start deines Auslandspraktikums zusammengestellt.

Ich hab´ doch noch jeeeede Menge Zeit. Chill mal!

Die Planung deines Praktikums will wohl bedacht sein und das benötigt Zeit und Geduld und Entscheidungswillen. Schule, Studium, Ferien, Feiertage, Wochenende, Geburtstag, und und und. Zu tun gibt es immer was und schnell werden die eigentlich notwendigen Planungen immer weiter nach hinten geschoben.
Vorsicht! Auch wenn du noch Zeit haben solltest – viele Unternehmen haben das nicht. Die meisten Unternehmen haben nämlich bestimmte Fristen für die Vergabe von Praktikumsplätzen und wenn diese einmal vorbei sind, müsstest du erneut ein ganzes Jahr warten, um dich bewerben zu können. Beginne also lieber zu früh mit deiner Planung – dann hast du länger Zeit, dich auf das Abenteuer „Auslandspraktikum“ zu freuen.

Eine Bewerbung für alle – copy & paste

Das Hauptproblem bei der Bewerbung der meisten Praktikanten ist das Einsenden von Bewerbungsschreiben nach dem „one-fits-all“-Prinzip – derselbe Lebenslauf und das gleiche Anschreiben für jede einzelne Position.
Denke also daran, das Anschreiben und die weiteren Unterlagen für die jeweilige Position und auch für das Unternehmen anzupassen. Ein Medienunternehmen wünscht sich sicher andere Unterlagen als ein mittelständischer Betrieb aus der Metallverarbeitung.

Qualität, nicht Quantität

Versuche auch bei der Bewerbung um deinen Traumjob realistisch zu bleiben. Du brauchst keine tausend Empfehlungsschreiben und auch keine unzähligen Unterlagen – sofern dies nicht gefordert ist. Es geht hier mehr um die Qualität deiner Bewerbung. Versuche, so nah wie möglich am Unternehmen zu sein und vergiss am Ende nicht die Qualitätsprüfung. Lass´ am besten noch einmal jemanden drüberlesen. Denn egal wie großartig deine Bewerbung auch ausfallen mag, wenn du Rechtschreib- und Grammatikfehler machst, wirst du wahrscheinlich eher keinen Erfolg haben.

Die Vorgaben des Praktikumsunternehmens ignorieren

Viele Unternehmen haben ganz eigene Regelungen, wie die Vergabe eines Praktikums vonstattengehen soll, welche Unterlagen in welcher Form einzureichen sind, was die Fristen angeht usw. Achte also unbedingt darauf, dich hinsichtlich dieser Vorgaben zu informieren und diese dann auch entsprechend einzuhalten.
Denn wenn du schon die Bewerbungsregeln nicht befolgst, wie kann das Unternehmen dann sicher sein, dass du dich im Praktikum an die Anweisungen halten wirst? Deine Bewerbung ist der erste Eindruck, den du einem möglichen Arbeitgeber vermittelst und dieser erste Eindruck soll ja möglichst positiv für dich ausfallen. Hältst du dich nicht an die Spielregeln, kannst du auf dem Nein-Stapel landen, selbst wenn du alle Qualifikationen besitzt, nach denen hier gesucht wird. Vergewissere dich also bei jeder Position, dass du dir den Prozess genau durchliest.

Vermeide ständiges Nachfragen

Kaum hast du deine Bewerbung losgeschickt schon wartest du verzweifelt auf eine Rückmeldung seitens des Unternehmens. Am nächsten Tag rufst du einfach mal dort an, ob alles gut angekommen ist. Dann schreibst du eine E-Mail, rufst vielleicht nochmal an…. Versuche, geduldig zu sein. Hast du nach einer Woche noch keine Rückmeldung erhalten, kannst du einmal vorsichtig anfragen, ob deine Bewerbung das Unternehmen gut erreicht hat. Auch wenn es schwerfällt: Abwarten und Tee trinken ist hier (erstmal) die Devise.

Nach dem Vorstellungsgespräch ist vor dem Praktikum

Denn nach einem Vorstellungsgespräch sollte sich dein potentieller Arbeitgeber nicht fragen, ob du die Stelle jetzt eigentlich überhaupt haben möchten. Versuche auch während des Gesprächs deutlich zu machen, dass du das Praktikum gerne antreten möchtest. Sei positiv und selbstsicher – ein Arbeitgeber möchte schließlich jemanden einstellen, von dem er weiß, dass er den Job nach bestem Wissen und Gewissen ausführen und diese Möglichkeit auch zu schätzen wissen wird.