Auslandspraktikum-Ratgeber

Auslandspraktikum mit Erasmus

Das Erasmus-Programm gibt Studierenden im Hochschulbereich die Möglichkeit, ein Praktikum in einem anderen europäischen Land zu absolvieren. Die Dauer sollte in der Regel zwischen zwei und zwölf Monaten betragen. Das Programm unterstützt dich dabei, während deines Auslandspraktikums Erfahrungen in dem von dir gewählten Berufszweig sowie in dem Land deiner Wahl machen zu können.

Erasmus wurde ins Leben gerufen, um qualifizierten und besonders motivierten Studenten/innen dabei zu helfen, sich selbst in ihrer persönlichen und beruflichen Laufbahn weiterentwickeln zu können. Denn die Erfahrung, in einem fremden Land zu leben, wird in deinem späteren Leben von unschätzbarem Wert sein, nicht zuletzt, weil ein Praktikum (und das noch im Ausland) in deinem Lebenslauf für deinen potenziellen Arbeitgeber immer etwas hermacht und einer deiner USPs ist.

Darüber hinaus fördert Erasmus die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und zivilen Institutionen aller daran beteiligten Nationen. Für dich bedeutet das wiederum, dass es momentan 33 Länder gibt, die dir für dein Praktikum im Rahmen des Erasmus-Programms zur Auswahl stehen (alle EU-Mitgliedstaaten und auch Liechtenstein, Island, Norwegen, Kroatien und die Türkei).

Wie läuft meine Bewerbung ab?

Um dein Auslandspraktikum über Erasmus bezuschusst zu bekommen, musst du an einer Hochschule angemeldet und dabei sein, einen höheren Grad der Qualifikation (wie Bachelor, Master oder einen Doktor) zu erwerben.

Du kannst mit dem Programm von Erasmus sogar mehrmals ins Ausland gehen – die maximale Anzahl pro Lernzyklus beträgt allerdings 12 Monate.

Wirst du für das Programm ausgewählt, kann es sein, dass du einen Test ablegen musst, bei dem es darum geht, wie es um deine sprachlichen Fähigkeiten für das Land, in das du gehen möchtest aussieht. Was die Landessprache angeht, solltest du nämlich absolut fit sein – Grundkenntnisse und „ein Bier bestellen können“ sind leider nicht ausreichend.

Die Organisation, in der du dein Praktikum schließlich absolvieren wirst, kann privater oder öffentlicher Natur sein. Beispiele sind:

  • Kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich sozialer Unternehmen)
  • Öffentliche Stellen auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene
  • Sozialpartner oder andere Vertreter des Arbeitslebens, einschließlich Gewerkschaften, Handelskammern oder Berufsverbänden
  • Forschungsinstitute
  • Stiftungen
  • Institute, Schulen und Bildungszentren
  • Gemeinnützige Organisationen, NGOs und andere ähnliche Vereinigungen
  • Berufsberatende Stellen und Informationsdienste

Zu den förderfähigen Gastorganisationen für Praktika zählen:

  • EU-Einrichtungen und andere EU-Institutionen, einschließlich Sonderorganisationen
  • Organisationen, die EU-Programme verwalten

Wie sieht dieser Zuschuss aus?

Du kannst dein Stipendium über Erasmus beantragen, um dadurch die zusätzlichen Kosten für dein Studium und dein Leben während deines Auslandsaufenthaltes zu tragen. Der Zuschuss soll dabei aber lediglich eine Ergänzung zu deiner bestehenden Form der finanziellen Unterstützung sein – du darfst ihn nicht als Ersatz einplanen! Um dir während der Zeit deines Praktikums (sei dies bezahlt oder unbezahlt) keine Sorgen finanzieller Natur machen zu müssen, solltest du darauf achten, deine Kosten im Vorfeld auch ohne Erasmus tragen zu können.

Natürlich darfst du neben dem Programm arbeiten. Eine von der Gastorganisation geleistete Zahlung wirkt sich nicht auf die Gewährung deines Erasmus-Zuschusses aus. Teilzeitarbeit ist auch erlaubt, solange du die im vereinbarten Programm aufgeführten Aktivitäten beibehältst.

Die Höhe des Zuschusses, den du erhältst, ist abhängig von deinem Zielland. Jemand, der sich während seines Auslandsaufenthaltes an einem der teureren Pflaster aufhält, erhält einen entsprechend höheren Betrag.