Mehrere hunderttausend Familien im DACH-Raum nutzen Au Pairs als flexible Kinderbetreuung und kulturellen Austausch. Wer ein Au Pair aufnehmen will, muss die Au Pair Kosten realistisch kennen und sauber kalkulieren, um das Jahresbudget der Familie sicher planen zu können.
Au Pair Kosten im Überblick
Der Begriff Au Pair ist seit dem Haager Abkommen von 1969 als kultureller Austausch mit klar geregelten Rechten und Pflichten von Gastfamilie und Au Pair verankert. Das Haager Abkommen über Au-pair-Beschäftigung wurde 1969 vom Europarat verabschiedet und definiert Au Pair als kulturellen Austausch mit leichten Hausarbeiten und klar begrenzter Arbeitszeit.
Au Pair Kosten sind alle finanziellen Aufwendungen, die einer Gastfamilie durch die Aufnahme einer Au-pair-Kraft entstehen. Dazu gehören direkte Zahlungen wie Taschengeld und Versicherungsbeiträge. Dazu gehören auch Sachleistungen wie Unterkunft und Verpflegung, die zwar nicht überwiesen werden, aber im Haushaltsbudget spürbar sind.
In Deutschland gelten klare Mindeststandards. Die Bundesagentur für Arbeit, die deutsche Arbeitsverwaltung, beschreibt diese im offiziellen Merkblatt „Au-pair in deutschen Familien“. Die Bundesagentur für Arbeit legt im offiziellen Au-pair-Merkblatt Mindeststandards zu Arbeitszeit, Taschengeld und Sprachkursförderung für Gastfamilien in Deutschland fest und schafft damit eine rechtssichere Grundlage für die Kalkulation.
Das Familienportal des Bundes, das Informationsportal des Bundesfamilienministeriums, nennt für Deutschland konkrete Richtwerte. Gastfamilien zahlen 280 Euro Taschengeld pro Monat. Gastfamilien beteiligen sich mit 70 Euro pro Monat an den Kosten eines Deutsch-Sprachkurses. Gastfamilien tragen die Kosten für Kranken‑, Unfall‑ sowie Schwangerschafts- und Geburtsversicherung des Au Pairs. Diese Angaben gelten Stand 2025/2026 und sind auf dem Familienportal des Bundes nachlesbar.
Laut Familienportal des Bundes müssen Au Pairs in Deutschland über eine Kranken- und Unfallversicherung und für den Fall einer Schwangerschaft oder Geburt versichert sein. Die Versicherungskosten trägt die Gastfamilie vollständig. Ergänzend dazu zeigt die Einkommensteuerstatistik, dass ein großer Teil der Eltern in Deutschland Kinderbetreuungskosten – darunter auch Ausgaben für Au Pairs – steuerlich geltend macht, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt sind.
In Österreich und der Schweiz existieren ebenfalls Rahmenbedingungen. Offizielle Portale wie oesterreich.gv.at oder das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft SECO definieren den Au-pair-Status und die Pflicht zur Krankenversicherung. Konkrete landesweite Euro-Beträge für Taschengeld oder Sprachkurszuschüsse sind dort aktuell nicht bundeseinheitlich festgelegt. In der Schweiz legen die Kantone wichtige Details wie Mindestentschädigungen und Sprachkursumfang fest, was zu regional unterschiedlichen Au Pair Kosten führt.
Für ein Grundverständnis der Budgetdimension helfen einfache Spannen. In Deutschland bewegen sich die monatlichen Gesamtkosten einer Gastfamilie für ein Au Pair meist im Bereich von etwa 550 bis 900 Euro. In dieser Spanne stecken Taschengeld, Versicherung, Sprachkurszuschuss, Unterkunft und Verpflegung sowie ein anteiliger Betrag für Agenturgebühren, ÖPNV und höhere Haushaltskosten.
In Österreich liegen die realen Gesamtkosten oft etwas höher als in Deutschland. Der Grund sind höhere Lebenshaltungskosten in vielen Städten und regionale Anforderungen an Versicherungen und Sozialabgaben. In der Schweiz sind die Lebenshaltungskosten deutlich höher. Entsprechend liegen die monatlichen Gesamtkosten für ein Au Pair dort meist im oberen dreistelligen Bereich und können je nach Kanton in einen niedrigen vierstelligen Bereich reichen.
Laut auslandspraktikum.de ist Deutschland im DACH-Vergleich häufig das kostengünstigste Land für Gastfamilien, die ein Au Pair aufnehmen. Wer ein Au Pair plant, sollte sich zusätzlich mit den Programmdetails, rechtlichen Rahmenbedingungen und Alternativen beschäftigen. Einen guten Einstieg bietet unser ausführlicher Guide zu Au Pair im Ausland planen.
Au Pair Kosten im Detail kalkulieren
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht im Merkblatt zum Au-pair-Programm verbindliche Mindeststandards zu Arbeitszeit, Taschengeld und Sprachkursförderung für Gastfamilien in Deutschland. Die BA, die zentrale deutsche Arbeitsverwaltung, nennt dort ein einheitliches Taschengeld von 280 Euro pro Monat für Au Pairs in Deutschland. Dieses Taschengeld ist unabhängig von der genauen Hausarbeitszeit innerhalb der zulässigen Grenzen und bietet Familien einen klaren Richtwert.
Das BA-Merkblatt „Au-pair in deutschen Familien“ legt fest, dass die Gastfamilie die Kosten für einen geeigneten Deutsch-Sprachkurs übernimmt. Ein ergänzendes Dokument der Bundesagentur nennt eine verpflichtende finanzielle Beteiligung der Gasteltern an einem tatsächlich durchgeführten Sprachkurs von 70 Euro pro Monat. Daraus ergeben sich mindestens 840 Euro Beteiligung bei einem Jahr Aufenthalt. Die Gastfamilie übernimmt zusätzlich die Fahrtkosten zum Sprachkurs. Diese Informationen finden sich auf der Au-pair-Informationsseite der Bundesagentur für Arbeit.
Wer ein Au Pair aufnimmt, braucht eine klare Monatsrechnung. Die folgenden Abschnitte zeigen Schritt für Schritt, wie du Pflichtkosten, Zusatzkosten und Länderunterschiede systematisch kalkulierst und wie sich die Au Pair Kosten im Vergleich zu Kita, Tagesmutter oder Minijob-Nanny einordnen lassen.
Pflichtkosten für Gastfamilien
Wer ein Au Pair aufnimmt, übernimmt bestimmte Kosten verpflichtend. Diese Pflichten ergeben sich aus Merkblättern der Bundesagentur für Arbeit und aus Informationen des Familienportals des Bundes und gelten als Mindeststandard für Gastfamilien in Deutschland.
Zu den Pflichtkosten in Deutschland gehören:
- Taschengeld
Das Taschengeld beträgt 280 Euro pro Monat. Dieser Betrag ist nicht sozialversicherungspflichtig. Die Auszahlung erfolgt monatlich in bar oder per Überweisung und sollte im Au-pair-Vertrag klar geregelt sein. - Unterkunft und Verpflegung
Das Au Pair erhält ein eigenes Zimmer im Haushalt der Familie. Das Au Pair isst in der Regel mit der Familie mit. Für die Kalkulation kannst du für Unterkunft und Verpflegung einen internen Wert von 250 bis 350 Euro pro Monat ansetzen. Dieser Wert entspricht typischen Warmmieten und Lebensmittelkostenanteilen in vielen Regionen Deutschlands. - Versicherung
Au Pairs in Deutschland benötigen eine kombinierte Kranken-, Unfall- und Schwangerschafts- bzw. Geburtsversicherung. Die Gastfamilie schließt eine spezielle Au-pair-Versicherung ab und bezahlt die Beiträge. Marktüblich liegen solche Versicherungspakete je nach Anbieter, Leistungsumfang und Zielland des Au Pairs in einer Spanne von grob 40 bis 70 Euro pro Monat. Offizielle Statistikwerte liegen dazu Stand 2026 nicht vor, Erfahrungswerte von Agenturen und Versicherern bestätigen jedoch diese Größenordnung. - Sprachkurszuschuss
Die Gastfamilie beteiligt sich mit mindestens 70 Euro pro Monat an einem Deutsch-Sprachkurs. Das Au Pair besucht eine geeignete Sprachschule vor Ort. Die Familie zahlt zusätzlich die Fahrtkosten zum Kurs, die je nach Stadt und ÖPNV-Tarif weitere 20 bis 40 Euro pro Monat ausmachen können. - Nebenkosten im Haushalt
Der Einzug einer weiteren Person erhöht Strom-, Wasser- und Heizkosten. In vielen deutschen Haushalten ist ein Mehrverbrauch von 30 bis 60 Euro pro Monat realistisch. Dieser Posten ist rechtlich nicht einzeln geregelt. Für eine ehrliche Kalkulation der Au Pair Kosten für Gastfamilien gehört er aber dazu.
Setzt man diese Pflichtposten in einer Beispielrechnung zusammen, ergibt sich für Deutschland ein typisches Mindestbudget:
- 280 Euro Taschengeld
- 70 Euro Sprachkurszuschuss
- 40–70 Euro Versicherung
- 250–350 Euro Unterkunft und Verpflegung (interner Wert)
- 30–60 Euro Mehrkosten Energie
Damit landet eine durchschnittliche Gastfamilie in Deutschland realistisch bei 670 bis 830 Euro Pflichtaufwand pro Monat und hat damit eine belastbare Untergrenze für die eigenen Au Pair Kosten.
Optionale und versteckte Zusatzkosten
Viele Familien unterschätzen Zusatzkosten, die nicht im Merkblatt stehen. Diese Posten sind rechtlich nicht zwingend, in der Praxis aber sehr häufig und können die Au Pair Kosten spürbar erhöhen.
Typische optionale Kosten sind:
- ÖPNV-Ticket: Viele Familien übernehmen ein Monats- oder Azubi-Ticket für Bus und Bahn. In Großstädten liegen die Kosten oft zwischen 40 und 80 Euro pro Monat. In ländlichen Regionen ist der Betrag geringer oder entfällt, wenn ein Fahrrad reicht oder die Familie ein Auto zur Verfügung stellt.
- Handykarte oder Mobilfunkzuschuss: Manche Familien stellen eine Prepaid-Karte oder übernehmen einen Teil des Handyvertrags. Typischer Rahmen sind 10 bis 20 Euro monatlich, um Erreichbarkeit und mobiles Internet zu sichern.
- Urlaub mit der Familie: Nimmst du das Au Pair mit in den Familienurlaub, entstehen zusätzliche Flug- oder Unterkunftskosten. Diese Kosten schwanken je nach Reiseziel stark. Eine grobe Jahrespauschale von 200 bis 600 Euro ist als Puffer sinnvoll, insbesondere bei Flugreisen.
- Agenturgebühren: Wer mit einer Au-pair-Agentur vermittelt, zahlt eine Vermittlungsgebühr. Diese wird meist einmalig fällig. Umgerechnet auf den Monat ergeben sich je nach Agentur 20 bis 80 Euro, je nachdem, ob nur die Vermittlung oder auch Begleitung während des Aufenthalts enthalten ist.
Dazu kommen versteckte oder indirekte Kosten:
- Mehrverbrauch bei Lebensmitteln, insbesondere bei Teenager-Au-pairs mit großem Appetit.
- Höherer Verschleiß von Haushaltsgegenständen, etwa Waschmaschine, Geschirr oder Bettwäsche.
- Gelegentliche Geschenke, zum Beispiel zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zum Abschied.
- Kosten bei Programmabbrüchen, etwa erneute Agenturgebühren, zusätzliche Reisekosten oder Zwischenlösungen in der Kinderbetreuung.
Wer realistisch plant, rechnet zu den Pflichtkosten einen monatlichen Puffer von 100 bis 200 Euro für solche Zusatzposten. So bleibt das Budget auch in unvorhergesehenen Situationen stabil, und die tatsächlichen Au Pair Kosten für Gastfamilien überraschen nicht negativ.
Kostenunterschiede in Deutschland, Österreich und Schweiz
Zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden sich die Au Pair Kosten deutlich. Für die DACH-Region lohnt sich ein systematischer Vergleich, weil rechtliche Vorgaben, Löhne und Lebenshaltungskosten stark variieren.
Deutschland bietet klar geregelte Mindeststandards und vergleichsweise moderate Lebenshaltungskosten. Die Pflichtposten sind durch BA-Merkblatt und Familienportal gut kalkulierbar. Agenturgebühren bewegen sich bei vielen deutschen Agenturen im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich als Einmalbetrag. Umgerechnet auf 12 Monate entspricht das grob 20 bis 50 Euro im Monat und erhöht die monatlichen Gesamtkosten nur moderat.
In Österreich existieren rechtliche Rahmenbedingungen, doch die konkreten Beträge für Taschengeld und Zuschüsse werden regional geregelt. Offizielle, bundeseinheitliche Euro-Werte nennt das Portal oesterreich.gv.at aktuell nicht. Familien müssen sich daher bei Arbeitsmarktservice (AMS) und regionalen Behörden informieren. Die Lebenshaltungskosten in Wien und anderen Städten liegen meist etwas über vielen deutschen Regionen. Das treibt vor allem die internen Kosten für Unterkunft und Verpflegung nach oben und lässt die Au Pair Kosten im Alltag höher ausfallen.
In der Schweiz legt das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in seinen Weisungen fest, dass Au Pairs Anspruch auf eine angemessene Entschädigung, ein eigenes Zimmer und den Besuch eines Sprachkurses haben. Au Pairs unterliegen der obligatorischen Krankenversicherung nach KVG. Konkrete Mindestbeträge sind kantonal geregelt. Die hohen Schweizer Lebenshaltungskosten führen dazu, dass die internen Werte für Unterkunft, Verpflegung und Freizeit deutlich höher anzusetzen sind als in Deutschland oder Österreich, was sich direkt im Monatsbudget der Gastfamilie niederschlägt.
Für eine grobe Orientierung lassen sich folgende Bandbreiten für monatliche Gesamtkosten skizzieren:
- Deutschland: etwa 550 bis 900 Euro
- Österreich: etwa 650 bis 950 Euro
- Schweiz: etwa 800 bis 1.200 Euro
Diese Spannen dienen der Budgetplanung und zeigen, in welchem Rahmen sich Au Pair Kosten im DACH-Raum typischerweise bewegen. Konkrete Beträge hängen immer von Stadt oder Land, Agenturwahl, kantonalen Vorgaben und individuellem Lebensstil der Familie ab.
Au Pair oder Kita was ist günstiger
Für viele Familien ist entscheidend, ob ein Au Pair oder die Kita finanziell günstiger ist. Ein Vergleich der monatlichen Kosten hilft, die passende Betreuungsform zu wählen und die eigenen Au Pair Kosten richtig einzuordnen.
Offizielle Statistiken wie die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Eltern in Deutschland im Durchschnitt über alle Betreuungsformen hinweg rund 109 Euro pro Monat und Kind an steuerlich geltend gemachten Kinderbetreuungskosten zahlen. In diesem Betrag stecken Ausgaben für Kitas, Tagesmütter und Au Pairs zusammen. Eine eigene amtliche Vergleichsrechnung „Au Pair vs. Kita vs. Tagesmutter vs. Nanny“ existiert Stand 2026 nicht, daher sind Praxisbeispiele besonders hilfreich.
Für einen Praxisvergleich kannst du mit typischen Elternbeiträgen rechnen:
- In vielen deutschen Großstädten liegen Kita-Gebühren je nach Einkommen und Betreuungsumfang grob zwischen 150 und 400 Euro pro Monat und Kind.
- Tagesmütter verlangen oft Stundensätze, die bei Vollzeitbetreuung schnell 400 bis 700 Euro pro Monat und Kind erreichen.
- Eine Minijob-Nanny mit 12 bis 15 Euro Stundenlohn kostet bei 20 Wochenstunden rasch 1.000 Euro und mehr im Monat, insbesondere in Ballungsräumen.
Stell dir ein Beispiel in Deutschland vor:
- Familie mit zwei Kindern unter 10 Jahren.
- Du planst ein Au Pair mit Gesamtkosten von etwa 750 Euro im Monat.
- Alternativ würdest du für jedes Kind eine Vollzeit-Kita mit 250 Euro Elternbeitrag nutzen.
In diesem Szenario kostet die Kita-Lösung 500 Euro pro Monat. Das Au Pair liegt mit 750 Euro höher, bietet aber zusätzliche Flexibilität bei Randzeiten, Betreuung im Haushalt und Unterstützung bei leichten Hausarbeiten. Für drei Kinder wird das Bild anders: Drei Kita-Plätze mit je 250 Euro ergeben 750 Euro. Ein Au Pair mit denselben 750 Euro betreut alle Kinder gemeinsam. Dann ist das Au Pair finanziell auf Augenhöhe, bietet aber mehr Betreuungsstunden im Haushalt und eine konstante Bezugsperson.
Auf dem Land mit niedrigen Kita-Gebühren ist die Kita oft günstiger. In teuren Städten mit hohen Elternbeiträgen oder bei mehreren Kindern kann ein Au Pair finanziell konkurrenzfähig oder sogar günstiger werden. Die Wahl hängt daher von Kinderzahl, regionalen Gebühren, gewünschter Flexibilität und der Bereitschaft ab, eine weitere Person dauerhaft im Haushalt aufzunehmen.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Au Pair im Monat
Ein Au Pair kostet eine Gastfamilie im DACH-Raum typischerweise einen mittleren dreistelligen Eurobetrag pro Monat. In dieser Summe stecken Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung, Versicherungen, Sprachkurs- und ÖPNV-Zuschüsse sowie ggf. Agenturgebühren. Zusätzliche Ausgaben für Urlaub, Geschenke und höhere Haushaltskosten kommen oft noch hinzu.
Wie setzen sich die Au Pair Kosten für Gastfamilien zusammen
Die Au Pair Kosten der Gastfamilie bestehen aus Taschengeld, freier Unterkunft und Verpflegung, verpflichtenden Versicherungen sowie einem Zuschuss zum Sprachkurs. Hinzu kommen oft Kosten für ÖPNV-Tickets, gelegentliche Flugzuschüsse, Agenturgebühren und höhere Haushaltsausgaben. Rechtliche Mindeststandards legen fest, welche Posten verpflichtend sind und welche freiwillig übernommen werden können.
Welche Kosten hat das Au Pair selbst zu tragen
Ein Au Pair zahlt in der Regel private Ausgaben wie Freizeitaktivitäten, Kleidung, Handyvertrag, persönliche Reisen und einen Teil des Sprachkurses selbst. Auch Visumgebühren und Anreise können je nach Vereinbarung beim Au Pair liegen. Die Gastfamilie übernimmt dagegen Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und vorgeschriebene Versicherungen, sodass die Grundversorgung abgesichert ist.
Welche Versicherung braucht ein Au Pair in Deutschland
Ein Au Pair in Deutschland benötigt laut offiziellen Vorgaben eine kombinierte Kranken-, Unfall- und Schwangerschafts- bzw. Geburtsversicherung. Diese spezielle Au-pair-Versicherung muss die Gastfamilie abschließen und bezahlen. Gesetzliche Krankenversicherung über die Familie reicht nicht aus, da das Au Pair kein regulärer Arbeitnehmer ist und eine eigene, auf Au-pair-Aufenthalte zugeschnittene Absicherung braucht.
Wie viel Taschengeld bekommt ein Au Pair
Die Höhe des Taschengelds für Au Pairs ist in vielen Ländern durch Richtlinien oder Vereinbarungen festgelegt und bewegt sich im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich pro Monat. In Deutschland sind aktuell 280 Euro pro Monat als Richtwert vorgesehen. Das Taschengeld wird zusätzlich zu freier Unterkunft und Verpflegung gezahlt und ist unabhängig von der tatsächlichen Arbeitsauslastung regelmäßig auszuzahlen.
Kann man Au Pair Kosten von der Steuer absetzen
Au Pair Kosten können in Deutschland häufig als Kinderbetreuungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Absetzbar sind typischerweise Taschengeldanteile für Kinderbetreuung, Sozialabgaben und Agenturgebühren, nicht jedoch reine Verpflegung. Wichtig sind ein schriftlicher Vertrag, Zahlungsnachweise und die korrekte Zuordnung beim Finanzamt, idealerweise mit Unterstützung durch eine steuerliche Beratung.
Welche versteckten Kosten gibt es bei einem Au Pair
Versteckte Au Pair Kosten entstehen oft durch höhere Haushaltsausgaben, zusätzliche Lebensmittel, Energieverbrauch, ÖPNV-Tickets oder gemeinsame Urlaube. Auch Geschenke, Taschengelderhöhungen und Kosten bei vorzeitigem Programmabbruch werden häufig unterschätzt. Eine realistische Budgetplanung sollte diese Posten von Beginn an mit einem monatlichen Puffer berücksichtigen, damit die tatsächlichen Au Pair Kosten für Gastfamilien im Alltag nicht aus dem Ruder laufen.