Au Pair im Ausland heißt: Du lebst bei einer Gastfamilie, betreust deren Kinder, hilfst im Haushalt und bekommst dafür Zimmer, Verpflegung und Taschengeld. Ein Au-Pair-Aufenthalt im Ausland ist damit eine der günstigsten Möglichkeiten, längere Zeit im Ausland zu leben und die Sprache im Alltag zu lernen. Dieser Guide zeigt dir, wie das Programm funktioniert, welche Voraussetzungen du brauchst, mit welchen Kosten du rechnen musst und welche Chancen sich für deine Zukunft ergeben.
Au Pair im Überblick
Die International Au Pair Association (IAPA) definiert Au Pair als kulturelles Austauschprogramm, bei dem junge Menschen im Haushalt einer Gastfamilie mitleben und Kinder betreuen und dafür Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld erhalten. Die Bundesagentur für Arbeit, die deutsche Arbeitsverwaltung, beschreibt Au Pair als zeitlich befristeten Aufenthalt von meist mehreren Monaten bis zu einem Jahr.
Die International Au Pair Association definiert Au Pair als kulturelles Austauschprogramm, bei dem junge Menschen Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit gegen Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld leisten. Laut auslandspraktikum.de ist Au Pair damit weder klassischer Job noch reiner Urlaub, sondern eine Mischform aus Familienalltag, Verantwortung und Spracherwerb.
Was Au Pair genau bedeutet
Als Au Pair lebst du wie ein großes Geschwisterkind in einer Gastfamilie. Du übernimmst Kinderbetreuung und leichte Hausarbeiten, aber keine Tätigkeiten einer voll bezahlten Haushaltshilfe oder Pflegekraft.
Typisch für Au Pair:
- Du bekommst ein eigenes Zimmer und volle Verpflegung.
- Du erhältst Taschengeld, kein reguläres Gehalt.
- Du hast feste freie Zeiten und Urlaub.
- Du besuchst meist einen Sprachkurs im Gastland.
Die Bundesagentur für Arbeit ZAV, die Auslandsvermittlung der BA, betont den Austauschcharakter. Du lernst Sprache und Kultur kennen und bringst gleichzeitig deine Sprache und Kultur in die Familie ein. Damit ist Au Pair im Ausland immer auch ein interkulturelles Lernprogramm und kein reines Arbeitsverhältnis.
Für wen Au Pair als Auslandszeit passt
Au Pair passt für dich, wenn du Kinder magst und bereit bist, Verantwortung im Familienalltag zu übernehmen. Du solltest dir bewusst sein, dass du nicht als Tourist unterwegs bist, sondern im Haus deiner Gastfamilie lebst und deinen Alltag an deren Rhythmus anpasst.
Typische Gruppen:
- Schulabgänger:innen nach dem Abi oder Matura.
- Studierende in einer Urlaubs- oder Orientierungsphase.
- Berufseinsteiger:innen, die vor Studium oder Ausbildung Auslandserfahrung sammeln wollen.
- Karrierewechsler:innen bis Mitte 20, die Sprache intensiv lernen möchten.
- Seltener auch junge Menschen über 25, die über alternative Visa-Modelle (z.B. Working Holiday) ähnliche Aufgaben wie ein klassisches Au Pair übernehmen.
Du solltest stressresistent, kommunikativ und kompromissbereit sein. Wer klare Grenzen braucht und viel Allein-Zeit erwartet, fühlt sich mit anderen Auslandsformaten oft wohler, etwa mit andere Auslandszeit-Formate wie Auslandspraktikum oder Freiwilligenarbeit.
Beliebte Zielländer für Au Pair
Viele deutschsprachige Au Pairs zieht es in klassische Familienländer. Besonders beliebt sind USA, Frankreich, Spanien, Irland und skandinavische Länder, weil dort strukturierte Programme und klare Rahmenbedingungen existieren.
Die Bundesagentur für Arbeit ZAV nennt für deutschsprachige Bewerber:innen vor allem:
- USA (J‑1 Au Pair Programm)
- Frankreich
- Spanien
- Irland
- Skandinavische Länder wie Norwegen oder Schweden
Ergänzend dazu entscheiden sich einige Au Pairs für Großbritannien, Australien oder Neuseeland, häufig über allgemeine Working-Holiday- oder Studienvisa. Über unsere Länderübersicht für Auslandsaufenthalte kannst du dich zu Klima, Kultur und Alternativen im jeweiligen Land informieren.

So funktioniert Au Pair im Alltag
Die Bundesagentur für Arbeit ZAV beschreibt im Au-Pair-Merkblatt Kinderbetreuung, leichte Hausarbeit und Sprachlernen im Gastland als zentrale Bestandteile des täglichen Au-Pair-Alltags. Die International Au Pair Association hat dazu Richtlinien für Aufgaben, Freizeit und faire Behandlung veröffentlicht, an denen sich viele Agenturen orientieren.
Wer ein Au-Pair-Jahr macht, erlebt einen sehr geregelten Tagesablauf. Deine Arbeitszeiten richten sich nach Schule, Kindergarten und Terminen der Kinder und sind im Au-Pair-Vertrag festgelegt.
Typische Aufgaben und Tagesablauf als Au Pair
Ein Au Pair kümmert sich vor allem um Kinder und deren Tagesstruktur. Dazu kommen einfache Tätigkeiten im Haushalt, die direkt mit den Kindern zusammenhängen und klar von regulären Putz- oder Pflegejobs abgegrenzt sind.
Typische Aufgaben:
- Kinder wecken, anziehen und Frühstück vorbereiten.
- Kinder in Kita, Schule oder zu Hobbys bringen und abholen.
- Spielen, Basteln, Hausaufgaben begleiten.
- Einfache Mahlzeiten für die Kinder zubereiten.
- Kinderzimmer und Spielsachen aufräumen.
- Kinder abends ins Bett bringen.
Ein Beispieltag:
- Morgens Kinder wecken, Frühstück machen, zur Schule bringen.
- Vormittags eigene Freizeit oder Sprachkurs.
- Nachmittags Kinder abholen, Snack geben, spielen, Aktivitäten begleiten.
- Abends beim Abendessen helfen und Kinder bettfertig machen.
Schwere Hausarbeiten wie Fensterputzen, Gartenarbeit oder Pflege von Angehörigen gehören nicht in den Standard eines Au Pair. Diese Grenze solltest du im Vertrag klar festhalten und bei Bedarf mit der Gastfamilie oder Agentur besprechen.
Arbeitszeiten, Freizeit und Urlaub als Au Pair
Die Arbeitszeit eines Au Pair ist begrenzt. Die genauen Stunden hängen vom Zielland und Programm ab und sind oft durch nationale Regelungen oder Programmrichtlinien vorgegeben.
- Laut U.S. Department of State dürfen Au Pairs im J‑1‑Programm in den USA maximal 10 Stunden pro Tag und 45 Stunden pro Woche arbeiten (Stand 2026).
- Frankreich regelt die Rahmenbedingungen über das Aufenthaltsrecht; in der Praxis liegt der wöchentliche Betreuungsumfang deutlich unter einer Vollzeitstelle und wird im individuellen „jeune au pair“-Vertrag festgelegt.
Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt Au-Pair-Aufenthalte als in der Regel 6 bis 12 Monate dauernd. Eine Verlängerung über 12 Monate hinaus ist im klassischen Programm nicht vorgesehen, in den USA ist eine Verlängerung innerhalb des J‑1‑Programms auf bis zu 24 Monate möglich, muss aber über die Organisation beantragt werden.
Typische Regelungen im Vertrag:
- Feste maximale Wochenstunden (z.B. 25–35 Stunden in vielen europäischen Programmen).
- Mindestens ein freier Tag pro Woche, oft ein freies Wochenende im Monat.
- Urlaubsanspruch, meist zwei bis vier Wochen pro Jahr.
- Teilnahme an einem Sprachkurs, häufig mit Zuschuss der Familie.
Achte darauf, dass Arbeitszeit und Bereitschaftszeiten klar getrennt sind. Eine WhatsApp-Nachricht am Abend darf nicht automatisch als reguläre Arbeitszeit gelten, wenn du offiziell frei hast.
Rechte und Pflichten von Au Pair und Gastfamilie
Wer einmal drei Monate in einer Gastfamilie gearbeitet hat, weiß, wie wichtig klare Absprachen sind. Rechte und Pflichten beider Seiten gehören schriftlich in den Au-Pair-Vertrag, idealerweise auf Basis von Musterverträgen offizieller Stellen.
Rechte des Au Pair:
- Eigenes, abschließbares Zimmer in der Gastfamilie.
- Volle Verpflegung, auch an freien Tagen.
- Vereinbartes Taschengeld.
- Freizeit und Urlaub nach Vertrag.
- Zugang zu einem Sprachkurs, je nach Land Pflicht oder Empfehlung.
- Respektvolle Behandlung und Mitsprache im Alltag.
Pflichten des Au Pair:
- Zuverlässige Kinderbetreuung nach Plan.
- Sorgsamer Umgang mit Kindern und Eigentum.
- Einhalten von Hausregeln der Familie.
- Teilnahme an Familienleben in angemessenem Umfang.
Pflichten der Gastfamilie:
- Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten.
- Keine Übertragung von Pflege- oder Putzjobs außerhalb des Au-Pair-Rahmens.
- Unterstützung bei Behördengängen und Anmeldung.
- Kontakt zur Agentur oder Beratungsstelle bei Konflikten.
Bei Streit oder Überforderung solltest du früh mit der Familie sprechen. Agenturen und Stellen wie Eurodesk oder die ZAV bieten Beratung und im Notfall auch Rematching-Unterstützung, damit dein Au Pair im Ausland nicht an einem Konflikt scheitert.
Voraussetzungen, Kosten und Leistungen beim Au Pair
Die Bundesagentur für Arbeit nennt für Au Pairs in vielen Programmen eine Altersgrenze von meist 18 bis 26 Jahren und verlangt grundlegende Sprachkenntnisse des Gastlandes. Viele Programme setzen außerdem Gesundheit, Kindererfahrung und ein sauberes Führungszeugnis voraus.
Eurodesk und andere Jugendinformationsstellen empfehlen, vor allem die formalen Visa-Vorgaben des Ziellandes zu prüfen. Stand 2025 gelten die hier beschriebenen Rahmenbedingungen für die meisten klassischen Au-Pair-Programme.
Persönliche und formale Voraussetzungen als Au Pair
Ein Au Pair übernimmt Verantwortung für Kinder. Daher achten Gastfamilien und Programme auf bestimmte Mindestvoraussetzungen, die in vielen Ländern ähnlich sind.
Typische persönliche Voraussetzungen:
- Du bist kinderlieb und belastbar.
- Du hast Geduld und kannst Grenzen setzen.
- Du bist offen für eine andere Kultur und Alltagsregeln.
Formale Voraussetzungen, die häufig verlangt werden:
- Alter
- Viele Programme: 18 bis 26 Jahre.
- Das offizielle J‑1 Au Pair‑Programm der USA setzt ein Alter von 18 bis 26 Jahren voraus (Stand 2026).
- In einigen europäischen Ländern sind Einsätze bis 30 Jahre möglich, wenn das Visum dies zulässt.
- Sprachkenntnisse
- Grundkenntnisse der Landessprache oder Englisch.
- Nachweis über Schulzeugnisse oder Sprachtests.
- Gesundheit und Führungszeugnis
- Ärztliches Attest über Reisefähigkeit.
- Polizeiliches Führungszeugnis ohne relevante Einträge.
- Kindererfahrung
- Babysitting, Nachhilfe, Jugendgruppenarbeit oder Praktika in Kitas.
- Referenzen von Familien oder Einrichtungen sind ein Plus.
- Führerschein
- Besonders auf dem Land oft Pflicht.
- Internationale Übersetzung kann nötig sein.
Spezielle 26+ oder 30+ Au-Pair-Programme sind in offiziellen Regierungsdokumenten selten. Höhere Altersgrenzen ergeben sich eher über Working-Holiday- oder Studienvisa, nicht als eigenes Au-Pair-Programm, auch wenn die Tätigkeit im Alltag ähnlich aussehen kann.
Taschengeld, Unterkunft und weitere Leistungen
Sprachkenntnisse allein reichen nicht. Die Rahmenbedingungen im Vertrag entscheiden stark über deine Lebensqualität im Ausland und darüber, ob sich Au Pair im Ausland für dich finanziell lohnt.
Einige Länder haben Mindesttaschengeld oder klare Regeln:
- Frankreich verlangt für „jeune au pair“ laut Arrêté du 4 mars 2019 ein monatliches Taschengeld von mindestens 320 € (Stand geprüft 2026).
- Im J‑1‑Au-Pair‑Programm der USA definiert das U.S. Department of State den Geldbetrag als „wages/stipend“, die genaue Mindesthöhe wird über arbeitsrechtliche Auslegung des Department of Labor bestimmt (Stand 2026).
- Im Vereinigten Königreich existieren keine offiziellen Mindestsätze für Au-Pair-Taschengeld; viele Au Pairs gelten als vom National Minimum Wage ausgenommen, wenn sie im Haushalt leben und Arbeit und Freizeit teilen (Stand Leitlinie GOV.UK 2026).
- Spanien kennt kein landesweit kodifiziertes Au-Pair-Programm mit gesetzlich festgelegtem Taschengeld; Konsulate verlangen aber einen Vertrag mit Angabe des „pocket money“ (Stand 2026).
Typische Leistungen der Gastfamilie:
- Eigenes Zimmer im Familienhaus.
- Vollverpflegung, auch an freien Tagen.
- Taschengeld, meist im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat.
- Beitrag zum Sprachkurs oder Übernahme der Kursgebühren, je nach Land.
- Nutzung von Auto, ÖPNV-Ticket oder Fahrrad nach Absprache.
Unterschiede nach Programmart:
| Aspekt | Au Pair | Work and Travel / Praktikum / Sprachreise |
|---|---|---|
| Unterkunft | Zimmer in Gastfamilie | Hostel, WG oder eigene Wohnung |
| Verpflegung | Meist komplett inklusive | Selbstverpflegung |
| Geldleistung | Taschengeld | Lohn, Praktikumsvergütung oder Eigenfinanzierung |
| Arbeitsverhältnis | Austauschprogramm, kein regulärer Job | Arbeits- oder Praktikumsvertrag |
Lies die offiziellen Infos deines Ziellandes immer genau. Frankreich zum Beispiel regelt Mindesttaschengeld, Sprachkurs und Unterkunft im genannten Dekret, während andere Länder mehr Spielraum für individuelle Absprachen lassen.
Gesamtkosten und Budgetplanung für dein Au Pair Jahr
Du willst wissen, was ein Au-Pair-Jahr wirklich kostet. Viele unterschätzen die Ausgaben, weil Unterkunft und Essen inklusive sind und das Taschengeld im ersten Moment ausreichend wirkt.
Direkte Programmkosten:
- Vermittlungsgebühr der Agentur (meist niedriger bis mittlerer dreistelliger Eurobetrag).
- Visagebühren, je nach Land und Visumstyp.
- Flugkosten Hin- und Rückflug.
- Sprachkursgebühren, soweit nicht von der Familie übernommen.
- Versicherungen für Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtschutz.
Indirekte und laufende Kosten:
- ÖPNV oder zusätzliche Mobilität im Gastland.
- Freizeit, Reisen, Eintritte, Sport, Hobbys.
- Handyvertrag und Internet.
- Kleidung, Pflegeprodukte, kleinere Anschaffungen.
Weil offizielle Stellen wie Bundesagentur für Arbeit oder DAAD keine belastbaren Durchschnittswerte zu Gesamtkosten veröffentlichen, solltest du dein Budget individuell planen und Erfahrungsberichte anderer Au Pairs als Orientierung nutzen. So gehst du vor:
- Liste alle einmaligen Kosten (Flug, Visum, Agenturgebühr, erste Versicherung).
- Plane monatliche Fixkosten (Sprachkurs, ÖPNV, Handy, Freizeit).
- Schätze dein monatliches Taschengeld realistisch ein.
- Lege einen Puffer für Notfälle und Arztbesuche an.
Für einen besseren Überblick zu Versicherungstarifen lohnt ein Blick auf Versicherung für deinen Auslandsaufenthalt. Stand 2025 gilt: Eine gute Versicherung reduziert finanzielle Risiken deutlich und schützt dein Au Pair im Ausland vor hohen unerwarteten Kosten.

Au Pair, Alternativen und Rolle der Agentur
Eurodesk, die europäische Jugendinformationsplattform, führt Au Pair als eine von mehreren typischen Auslandszeit-Optionen neben Freiwilligendiensten, Work & Travel, Sprachreisen und Auslandspraktika auf. Die Plattform zeigt damit, dass Au Pair strukturell zu den wichtigsten Formen eines Auslandsaufenthalts für junge Menschen in Europa zählt.
auslandspraktikum.de positioniert Au Pair klar als eine Option neben anderen Programmen. Dadurch kannst du vergleichen, was besser zu deiner Lebenssituation passt und ob Au Pair im Ausland wirklich dein bestes Format ist.
Au Pair im Vergleich zu Work and Travel, Praktikum und Sprachreise
Du hast gerade deinen Abschluss in der Tasche und fragst dich, was jetzt kommt. Au Pair ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, wie du deine Auslandszeit gestalten kannst.
Au Pair:
- Fester Wohnort bei Gastfamilie.
- Schwerpunkt Kinderbetreuung und Familienalltag.
- Geringe Fixkosten, da Unterkunft und Essen inklusive sind.
- Weniger geografische Flexibilität, da an eine Familie gebunden.
Work and Travel:
- Du reist durchs Land und wechselst Jobs.
- Mehr Freiheit beim Ort, aber unsicherere Einnahmen.
- Du finanzierst dich überwiegend selbst durch Arbeit.
Auslandspraktikum:
- Du sammelst Berufserfahrung in einem Unternehmen.
- Stärkerer Fokus auf Karriere und Fachwissen.
- Unterkunft und Lebenshaltungskosten trägst du meist selbst.
Sprachreise:
- Kurze bis mittlere Dauer, Fokus auf Sprachkurs.
- Du wohnst in Gastfamilien, WGs oder Residenzen.
- Freizeitprogramm, aber weniger Verantwortung als bei Au Pair.
Freiwilligenarbeit:
- Du engagierst dich in Projekten, z.B. Soziales oder Umwelt.
- Es gibt klare Projektstrukturen, aber oft keine Bezahlung.
Au Pair eignet sich besonders, wenn du Familienleben magst und länger an einem Ort bleiben willst. Suchst du maximale Freiheit oder direkte Berufserfahrung, passen andere Formate besser, die du ebenfalls über auslandspraktikum.de vergleichen kannst.
Mit Au Pair Agentur oder privat organisieren
Wer einmal ohne Agentur ins Ausland gegangen ist, kennt die Unsicherheit bei Visum, Verträgen und Notfällen. Beim Au Pair hast du zwei Wege: mit Agentur oder privat, beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile.
Mit Au Pair Agentur:
Vorteile:
- Geprüfte Gastfamilien.
- Unterstützung bei Bewerbung, Vertrag und Visum.
- Notfallkontakte und Rematching-Möglichkeiten.
- Orientierung zu Arbeitszeiten, Taschengeld und Rechten.
Nachteile:
- Vermittlungsgebühr.
- Teilweise striktere Programmregeln.
Privat organisieren:
Vorteile:
- Mehr Flexibilität bei Ländern und Konditionen.
- Du sparst die Agenturgebühr.
Risiken:
- Du prüfst Gastfamilien und Vertrag selbst.
- Du bist allein für Visum und Versicherungen verantwortlich.
- Bei Konflikten fehlt eine neutrale Vermittlungsstelle.
Eine faire Lösung kann sein: Du informierst dich unabhängig über Rechte und Standards (z.B. bei Eurodesk oder der ZAV) und nutzt eine seriöse Agentur, wenn du dich zum ersten Mal länger im Ausland aufhältst. So kombinierst du Eigenverantwortung mit professioneller Unterstützung.
Karriere, Studium und persönliche Entwicklung durch Au Pair
Eine gemeinsame Studie der Nationalen Agentur im DAAD und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln von 2022 zeigt, dass studienbezogene Auslandsaufenthalte signifikant mit besseren Arbeitsmarktergebnissen korrelieren. Arbeitgeber bewerten insbesondere Sprachkenntnisse sowie soziale und persönliche Kompetenzen aus einem mindestens 3–6‑monatigen Auslandsaufenthalt als Vorteil bei der Einstellung.
Der DAAD‑Bericht „Karriere-Booster Auslandsaufenthalt“ hebt hervor, dass internationale Erfahrung im Studium mit besseren Karrierechancen verbunden ist. Unternehmen bewerten vor allem Fremdsprachenkompetenz, interkulturelle Kompetenz und sogenannte Future Skills höher. Ergänzend dazu zeigen OECD-Analysen, dass Mobilitätserfahrungen die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen messbar verbessern.
Für Au Pair bedeutet das:
- Du verbesserst deine Sprachkompetenz durch Alltag und Verantwortung.
- Du trainierst Soft Skills wie Organisation, Konfliktlösung und Empathie.
- Du lernst, in einer fremden Kultur selbstständig zu handeln.
Im Lebenslauf kannst du ein Au-Pair-Jahr als Auslandsaufenthalt mit klaren Aufgaben und Lernergebnissen darstellen. Wichtig ist, dass du Tätigkeiten, Sprachlevel und erworbene Kompetenzen konkret benennst, statt nur „Au Pair in Frankreich“ zu schreiben, damit Personalverantwortliche den Mehrwert deines Au Pair im Ausland sofort erkennen.

Dein Weg zum Au Pair Aufenthalt
Eurodesk empfiehlt, die Planung eines Au-Pair-Aufenthalts mindestens sechs bis zwölf Monate vor der gewünschten Ausreise zu beginnen, um Visum, Matching und Vorbereitung stressfrei zu organisieren. Die Bundesagentur für Arbeit ZAV rät ebenfalls zu früher Planung, vor allem bei visapflichtigen Ländern wie den USA.
Mit einer klaren Schritt-für-Schritt-Struktur behältst du den Überblick. Stand 2025 gilt: Je visaintensiver das Land, desto früher solltest du starten, damit dein Au Pair im Ausland nicht an Fristen oder fehlenden Unterlagen scheitert.
Schritt für Schritt von der Idee zum Au Pair Vertrag
Stell dir vor, du hast den Entschluss gefasst, Au Pair zu werden. So gehst du vor:
- Selbsteinschätzung
- Kläre, ob du Kinderbetreuung wirklich magst.
- Prüfe, wie lange du weg sein willst.
- Zielland wählen
- Informiere dich zu Sprache, Visum, Kultur und Kosten.
- Nutze dafür neutrale Infos und unsere Länderübersicht für Auslandsaufenthalte.
- Programmform wählen
- Entscheidest du dich für Agentur oder private Organisation.
- Vergleiche Leistungen und Gebühren.
- Unterlagen vorbereiten
- Lebenslauf auf Englisch oder Landessprache.
- Motivationsschreiben mit Fokus auf Kindererfahrung.
- Referenzen von Familien oder Einrichtungen.
- Gesundheitszeugnis und Führungszeugnis.
- Matching mit Gastfamilien
- Online-Profile ansehen und mit mehreren Familien sprechen.
- Video-Calls nutzen, um Alltag und Erwartungen zu klären.
- Auf Bauchgefühl und klare Rahmenbedingungen achten.
- Vertrag und Visum
- Au-Pair-Vertrag mit Aufgaben, Stunden, Taschengeld und Urlaub unterschreiben.
- Visum rechtzeitig beantragen, besonders bei USA und Spanien.
- Offizielle Merkblätter der Botschaften beachten.
- Vorbereitung und Abreise
- Versicherung abschließen.
- Flug buchen.
- Notfallkontakte und Kopien deiner Unterlagen sichern.
Viele Agenturen und Beratungsstellen stellen Checklisten zur Verfügung. Nutze sie, um nichts zu vergessen und Deadlines im Blick zu behalten und deinen Start als Au Pair im Ausland gut vorzubereiten.
Visum, Versicherung und Sicherheit als Au Pair
Was unterscheidet ein gut vorbereitetes Au Pair von jemandem, der ins kalte Wasser springt? Vor allem ein sauber geregelter Visa- und Versicherungsschutz, der zu deinem Zielland passt.
Visum und Aufenthaltsstatus
- USA: Teilnahme über das J‑1‑Au-Pair‑Programm mit Altersgrenze 18–26 Jahre.
- Spanien: Konsulate behandeln Au Pairs formal als Studierende; nötig sind Immatrikulation an einer Bildungseinrichtung in Spanien und Au-Pair-Vertrag mit Taschengeldangabe (Stand 2026).
Andere Länder nutzen häufig allgemeine Studien- oder Working-Holiday-Visa. Prüfe immer die offizielle Botschaftsseite deines Ziellandes, da sich Visabestimmungen und Altersgrenzen ändern können.
Versicherung
Offizielle Stellen wie Eurodesk empfehlen für Au Pairs einen kombinierten Schutz aus:
- Auslandskrankenversicherung.
- Unfallversicherung.
- Privater Haftpflichtversicherung, ideal mit Einschluss von Tätigkeit als Au Pair.
Viele Programme schreiben bestimmte Versicherungen verpflichtend vor. Prüfe, ob die Gastfamilie etwas übernimmt oder ob du selbst abschließt. Auf Versicherung für deinen Auslandsaufenthalt findest du Orientierung zu passenden Produkten und Tarifen.
Sicherheit und Notfallkontakte
- Speichere Notrufnummern und Kontakt der Agentur im Handy.
- Vereinbare mit deiner Familie zu Hause feste Check-in-Zeiten nach Ankunft.
- Kläre mit der Gastfamilie, wie ihr bei Krankheit, Unfällen oder Konflikten vorgeht.
Wenn du dich dauerhaft unwohl oder ausgenutzt fühlst, brich das Schweigen. Nutze Agentur, Beratungsstellen oder Konsulat als Anlaufstellen, damit dein Au Pair im Ausland sicher bleibt und du Unterstützung bekommst.
Checkliste zur Entscheidung ob Au Pair zu dir passt
Wer ein Au-Pair-Jahr plant, sollte sich ein paar ehrliche Fragen stellen. Diese kurze Checkliste hilft dir bei der Entscheidung:
- Mag ich Kinder wirklich, auch wenn sie laut, müde oder trotzig sind.
- Bin ich bereit, meinen Alltag an Schulzeiten und Routinen der Familie anzupassen.
- Kann ich Konflikte direkt und respektvoll ansprechen.
- Bin ich bereit, Privatsphäre gegen Familienanschluss zu tauschen.
- Reicht mir Taschengeld statt vollem Gehalt.
- Passt eine Dauer von 6–12 Monaten in meinen Studien- oder Karriereplan.
Wenn du mehrere Fragen mit Nein beantwortest, schau dir Alternativen an wie Work & Travel, Auslandspraktikum, Freiwilligenarbeit oder Sprachreise. auslandspraktikum.de unterstützt dich dabei, das passende Format zu finden und dein persönliches Auslandsabenteuer zu planen.
Häufige Fragen
Was macht man als Au Pair?
Als Au Pair lebst du bei einer Gastfamilie, betreust deren Kinder und übernimmst leichte Hausarbeiten. Dafür erhältst du ein eigenes Zimmer, Verpflegung und Taschengeld. Typische Aufgaben sind Kinder wecken, zur Schule bringen, spielen, einfache Mahlzeiten zubereiten und im Kinderbereich aufräumen.
Wie viel verdient man als Au Pair?
Ein Au Pair bekommt kein reguläres Gehalt, sondern Taschengeld, dessen Höhe je nach Zielland festgelegt ist oder vertraglich vereinbart wird. Meist liegt es im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat und wird durch freie Unterkunft und Verpflegung ergänzt.
Welche Voraussetzungen braucht man als Au Pair?
Au Pairs müssen in der Regel zwischen 18 und 26 Jahre alt, gesund und kinderlieb sein. Viele Programme verlangen Grundkenntnisse der Landessprache, ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis und erste Erfahrung in der Kinderbetreuung, in ländlichen Regionen wird häufig ein Führerschein erwartet.
Wie alt darf man als Au Pair sein?
Die meisten klassischen Au-Pair-Programme setzen eine Altersgrenze von etwa 18 bis 26 Jahren. Einige Länder oder alternative Visa-Modelle erlauben auch Einsätze bis 30 oder 35 Jahre, hier greifen jedoch oft allgemeine Working-Holiday- oder Studienvisa statt eines reinen Au-Pair-Programms.
Wie lange bleibt man als Au Pair im Ausland?
Ein Au-Pair-Aufenthalt dauert meist zwischen sechs und zwölf Monaten, je nach Land und Vereinbarung mit der Gastfamilie. In einigen Programmen sind auch kürzere Sommer-Au-Pair-Einsätze möglich, die genaue Dauer hängt zudem von Visaregeln und deinen eigenen Plänen ab.
Wer bezahlt den Flug beim Au Pair?
In vielen Au-Pair-Programmen bezahlt das Au Pair den Flug ins Gastland zunächst selbst. Manche Gastfamilien oder Agenturen übernehmen einen Teil der Kosten oder erstatten den Rückflug nach erfolgreichem Programmende, die konkrete Regelung steht immer im Vertrag.
Kann man ohne Agentur Au Pair werden?
Du kannst auch ohne Agentur Au Pair werden und direkt mit einer Gastfamilie vereinbaren. Dabei trägst du selbst die Verantwortung für Vertrag, Visum, Versicherung und Konfliktlösung, während Agenturen meist geprüfte Familien, Notfallkontakte und Unterstützung bei Problemen bieten.
Wie viele Stunden arbeitet ein Au Pair?
Die wöchentliche Arbeitszeit eines Au Pairs ist je nach Zielland begrenzt und liegt typischerweise im Bereich von etwa 25 bis 40 Stunden. Dazu zählen Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit, Freizeit, freie Tage und Urlaub sind im Au-Pair-Vertrag geregelt und sollten klar festgehalten werden.
Welche Rechte hat ein Au Pair?
Ein Au Pair hat Anspruch auf ein eigenes Zimmer, Verpflegung, vereinbartes Taschengeld, Freizeit und Urlaub gemäß Vertrag und Landesregeln. Außerdem besteht das Recht auf respektvolle Behandlung und klare Aufgabenabsprachen, bei Konflikten können Agenturen oder Beratungsstellen vermitteln.
Was kostet eine Au Pair Agentur?
Au-Pair-Agenturen verlangen eine Vermittlungsgebühr, die je nach Anbieter und Zielland meist im niedrigen bis mittleren dreistelligen Eurobereich liegt. Darin enthalten sind Matching, Beratung und oft Notfallbetreuung, zusätzlich fallen weiter Kosten für Flug, Visum und Versicherungen an.
Ist Au Pair ein Job oder ein Austauschprogramm?
Au Pair gilt offiziell als kulturelles Austauschprogramm und nicht als normaler Job. Du lebst wie ein Familienmitglied im Haushalt, hilfst bei der Kinderbetreuung und erhältst Taschengeld statt Gehalt, rechtlich gelten besondere Regeln, die sich von regulären Arbeitsverhältnissen unterscheiden.
Was sind die Vor- und Nachteile von Au Pair?
Au Pair bietet den Vorteil, günstig im Ausland zu leben, Sprache intensiv zu lernen und Familienalltag kennenzulernen. Nachteile können eingeschränkte Privatsphäre, Abhängigkeit von der Gastfamilie und begrenzte Freizeit sein, eine ehrliche Vorbereitung hilft, Chancen und Risiken realistisch abzuwägen.
Was macht man als Au Pair?
Als Au Pair lebst du bei einer Gastfamilie, betreust deren Kinder und übernimmst leichte Hausarbeiten. Dafür erhältst du ein eigenes Zimmer, Verpflegung und Taschengeld. Typische Aufgaben sind Kinder wecken, zur Schule bringen, mit ihnen spielen, einfache Mahlzeiten zubereiten und im Kinderbereich aufräumen. Je nach Familie können auch Begleitung zu Hobbys, Hilfe bei den Hausaufgaben und Abendroutine wie Zähneputzen und Zu‑Bett‑bringen dazugehören. Schwere Hausarbeit oder Pflegeaufgaben zählen nicht zu den üblichen Tätigkeiten eines Au Pair.
Wie viel verdient man als Au Pair?
Ein Au Pair bekommt kein reguläres Gehalt, sondern Taschengeld, dessen Höhe je nach Zielland festgelegt ist oder individuell im Vertrag vereinbart wird. Meist liegt es im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat. Dazu kommen freie Unterkunft und Verpflegung, die einen großen Teil deiner Lebenshaltungskosten abdecken. In manchen Ländern gibt es offizielle Mindestbeträge, in anderen orientieren sich Familien an Empfehlungen von Agenturen oder Informationsstellen.
Welche Voraussetzungen braucht man als Au Pair?
Au Pairs müssen in der Regel zwischen 18 und 26 Jahre alt, gesund und kinderlieb sein. Viele Programme verlangen Grundkenntnisse der Landessprache oder Englisch, ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis und erste Erfahrung in der Kinderbetreuung, etwa durch Babysitting, Jugendgruppen oder Praktika. Häufig wird auch ein ärztliches Attest gefordert. In ländlichen Regionen oder Ländern mit wenig öffentlichem Nahverkehr wird zudem oft ein Führerschein erwartet, teilweise mit internationaler Übersetzung.
Wie alt darf man als Au Pair sein?
Die meisten klassischen Au Pair Programme setzen eine Altersgrenze von etwa 18 bis 26 Jahren, zum Beispiel das J‑1 Programm in den USA. Einige Länder oder alternative Visa‑Modelle erlauben Einsätze bis 30 oder 35 Jahre, etwa über Working‑Holiday‑ oder Studienvisa. In diesen Fällen läuft der Aufenthalt rechtlich nicht immer unter der Bezeichnung Au Pair, die Aufgaben im Alltag ähneln aber häufig der klassischen Kinderbetreuung und Mithilfe im Haushalt bei einer Gastfamilie.
Wie lange bleibt man als Au Pair im Ausland?
Ein Au Pair Aufenthalt dauert meist zwischen sechs und zwölf Monaten, je nach Land, Programm und Vereinbarung mit der Gastfamilie. Viele Verträge sind auf ein Jahr ausgelegt, manche Programme erlauben Verlängerungen oder kürzere Einsätze. In einigen Ländern gibt es spezielle Sommer Au Pair Angebote von wenigen Wochen bis zu drei Monaten. Die genaue Dauer hängt außerdem von Visaregeln, Schulzeiten der Kinder und deinen eigenen Studien‑ oder Karriereplänen ab.
Wer bezahlt den Flug beim Au Pair?
In vielen Au Pair Programmen bezahlt das Au Pair den Flug ins Gastland zunächst selbst. Manche Gastfamilien oder Agenturen übernehmen einen Teil der Kosten, zahlen einen Zuschuss oder erstatten den Rückflug nach erfolgreichem Programmende. Es gibt aber keine einheitliche Regelung, deshalb ist wichtig, dass im Vertrag klar steht, wer Hin‑ und Rückflug finanziert und ob es Bedingungen für eine Erstattung gibt, etwa Mindestdauer des Aufenthalts.
Kann man ohne Agentur Au Pair werden?
Du kannst auch ohne Agentur Au Pair werden und direkt mit einer Gastfamilie einen Aufenthalt vereinbaren. Dann suchst du Familie, bereitest Unterlagen vor und regelst Vertrag, Visum, Versicherung und Anreise eigenständig. Das spart die Vermittlungsgebühr, erhöht aber dein Risiko, weil du Gastfamilien selbst prüfen und Konflikte ohne neutrale Stelle lösen musst. Viele entscheiden sich beim ersten längeren Auslandsaufenthalt für eine seriöse Agentur als Unterstützung.
Wie viele Stunden arbeitet ein Au Pair?
Die wöchentliche Arbeitszeit eines Au Pair ist je nach Zielland begrenzt und liegt typischerweise im Bereich von etwa 25 bis 40 Stunden. Dazu zählen Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit, die direkt mit den Kindern zusammenhängt. Nationale Regelungen oder Programmrichtlinien legen oft Obergrenzen fest, etwa maximal 45 Stunden pro Woche in den USA. Freizeit, freie Tage und Urlaub werden im Au Pair Vertrag geregelt und sollten klar von Bereitschaftszeiten getrennt sein.
Welche Rechte hat ein Au Pair?
Ein Au Pair hat Anspruch auf ein eigenes, abschließbares Zimmer im Haushalt der Gastfamilie, volle Verpflegung, vereinbartes Taschengeld sowie Freizeit und Urlaub gemäß Vertrag und Landesregeln. Außerdem besteht das Recht auf respektvolle Behandlung, klare Aufgabenabsprachen und Einhaltung der maximalen Arbeitszeiten. In vielen Programmen gehört auch der Zugang zu einem Sprachkurs dazu. Bei Konflikten können Agenturen, Beratungsstellen oder offizielle Stellen wie Eurodesk vermitteln.
Was kostet eine Au Pair Agentur?
Au Pair Agenturen verlangen eine Vermittlungsgebühr, die je nach Anbieter, Serviceumfang und Zielland meist im niedrigen bis mittleren dreistelligen Eurobereich liegt. Darin enthalten sind in der Regel Matching mit geprüften Gastfamilien, Unterstützung bei Bewerbung, Vertrag und Visum sowie Notfallbetreuung und Rematching bei Problemen. Zusätzlich zur Agenturgebühr musst du weitere Kosten wie Flug, Visum, Versicherungen, Sprachkurs und persönliche Ausgaben einplanen.
Ist Au Pair ein Job oder ein Austauschprogramm?
Au Pair gilt offiziell als kulturelles Austauschprogramm und nicht als normaler Job. Du lebst wie ein Familienmitglied im Haushalt, hilfst bei der Kinderbetreuung und übernimmst leichte Hausarbeiten. Dafür erhältst du Taschengeld statt regulärem Gehalt, Unterkunft und Verpflegung sind inklusive. Rechtlich gelten deshalb besondere Regeln, die sich von klassischen Arbeitsverhältnissen unterscheiden, etwa bei Arbeitszeit, Sozialversicherung und Mindestlohn.
Was sind die Vor- und Nachteile von Au Pair?
Au Pair bietet den Vorteil, vergleichsweise günstig im Ausland zu leben, Sprache intensiv im Alltag zu lernen und Familienleben in einem anderen Land kennenzulernen. Du baust interkulturelle Kompetenz und Verantwortung im Umgang mit Kindern auf. Nachteile können eingeschränkte Privatsphäre, starke Abhängigkeit von der Gastfamilie, begrenzte Freizeit und Konflikte über Aufgaben oder Arbeitszeiten sein. Eine ehrliche Vorbereitung hilft, Chancen und Risiken realistisch abzuwägen.