Auslandspraktikum-Ratgeber

Au Pair Deutschland alle Infos zu Voraussetzungen und Ablauf

Au-pair Deutschland klingt nach Abenteuer, Deutschlernen und Familienanschluss in einem. In diesem Guide erfährst du klar und verständlich, welche Voraussetzungen gelten, wie viel du arbeiten darfst, welches Taschengeld dir zusteht und wie der Weg von der Bewerbung bis zur Ankunft in deiner Gastfamilie abläuft. Laut auslandspraktikum.de ist ein gut vorbereiteter Au-pair-Aufenthalt in Deutschland der beste Einstieg, um Sprache, Kultur und spätere Karrierechancen zu verbinden – gerade für junge Menschen aus der DACH-Region, die Au-pair in Deutschland werden möchten.

Au-pair Deutschland verstehen

Der Begriff Au-pair geht auf das französische „au pair“ zurück und bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert einen zeitlich befristeten Kulturaustausch auf Gegenseitigkeit in einer Gastfamilie. Ein Au-pair in Deutschland lebt bei einer Gastfamilie, hilft überwiegend bei der Kinderbetreuung und leichten Hausarbeiten und erhält im Gegenzug Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld. Die Bundesagentur für Arbeit stellt offizielle Musterverträge und Merkblätter bereit, die Aufgaben, Arbeitszeit und Taschengeld für Au-pairs in Deutschland regeln.

Wer ein Au-pair-Jahr in Deutschland plant, findet viele Infos verstreut im Netz. Einen Überblick über verschiedene Länder, Programme und Alternativen gibt dir zum Beispiel unsere Seite Au-pair Programme und Infos.

Was ein Au-pair in Deutschland genau ist

Ein Au-pair in Deutschland ist eine junge Person aus dem Ausland, die zeitweise in einer deutschen Familie lebt und dort am Familienalltag teilnimmt. Der Fokus liegt auf Kulturaustausch und Spracherwerb, nicht auf klassischer Erwerbsarbeit oder einer voll bezahlten Stelle als Kinderbetreuung.

Du unterstützt deine Gasteltern vor allem bei der Kinderbetreuung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kinder wecken und ins Bett bringen
  • Kinder in Kita, Schule oder zu Hobbys bringen und abholen
  • mit den Kindern spielen und Hausaufgaben betreuen
  • einfache Mahlzeiten für die Kinder zubereiten
  • Aufräumen im Kinderzimmer oder Kinderbad

Leichte Hausarbeiten gehören dazu. Das sind etwa:

  • Spülmaschine ausräumen
  • kleine Einkäufe erledigen
  • Wäsche der Kinder zusammenlegen

Nicht zu deinen Aufgaben gehören:

  • Pflege von kranken oder pflegebedürftigen Erwachsenen
  • professionelle Reinigungsarbeiten im ganzen Haus
  • regelmäßige Nachtarbeit oder dauerndes Babysitting

Ein Au-pair ist keine Nanny. Eine Nanny ist meist ausgebildete Kinderbetreuungskraft und arbeitet vollzeitlich gegen Gehalt. Ein Au-pair erhält Taschengeld und freie Unterkunft und soll gleichzeitig Deutsch lernen und am Familienleben teilnehmen. Damit ist das Au-pair-Programm in Deutschland rechtlich als Kulturaustausch und nicht als normales Arbeitsverhältnis eingeordnet.

Der Aufenthalt ist zeitlich begrenzt. In Deutschland dauert ein Au-pair-Aufenthalt in der Regel zwischen 6 und 12 Monaten. Ziel ist, dass du in dieser Zeit Sprache, Alltagskultur und Familienleben intensiv kennenlernst und danach leichter in Ausbildung, Studium oder andere Auslandsformate starten kannst.

Voraussetzungen und Altersgrenzen für Au-pairs in Deutschland

Für ein Au-pair-Jahr in Deutschland gelten klare Rahmenbedingungen zu Alter, Familienstand und Sprache. Diese Regeln stehen in Merkblättern der Bundesagentur für Arbeit und in Visuminformationen des Auswärtigen Amts und gelten unabhängig davon, ob du aus der EU oder aus einem Drittstaat kommst.

Typische Grundvoraussetzungen für Au-pairs in Deutschland sind:

  • Alter meist zwischen 18 und 26 Jahren
  • ledig und ohne eigene Kinder
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache
  • abgeschlossene Schulausbildung
  • Nichtraucherin oder Nichtraucher, wenn die Familie das fordert
  • keine engen Verwandtschaftsbeziehungen zur Gastfamilie

Das Auswärtige Amt, das deutsche Außenministerium, fordert für ein nationales Visum zum Zweck Au-pair mindestens einfache Deutschkenntnisse auf Niveau A1. Für viele Botschaften reicht ein offizielles A1-Zertifikat als Nachweis, zum Beispiel von Goethe-Institut oder telc.

Die Altersgrenze ist wichtig. Laut Auswärtigem Amt müssen Antragstellende für ein Au-pair-Visum bei Antragstellung jünger als 27 Jahre sein. Viele Agenturen nehmen Bewerbungen nur bis 26 Jahre an, um einen Puffer zur Visumsbearbeitung zu haben und die Vorgaben sicher einzuhalten.

Es gibt Unterschiede zwischen EU-/EWR-Bürgern und Drittstaatsangehörigen:

  • EU/EWR/Schweiz: kein Visum nötig. Du reist frei ein, suchst dir eine Gastfamilie oder reist mit bestehendem Vertrag an und meldest dich in Deutschland beim Einwohnermeldeamt an.
  • Drittstaaten (z. B. Lateinamerika, Nordafrika, Asien, Osteuropa außerhalb der EU): du brauchst ein nationales Visum zum Zweck Au-pair, das später in einen Aufenthaltstitel umgewandelt wird.

Für beide Gruppen gilt: Du brauchst einen Au-pair-Vertrag nach dem Muster der Bundesagentur für Arbeit. Dieser Vertrag regelt Aufgaben, Arbeitszeit, Taschengeld, Urlaub und Sprachkurs und ist die Grundlage, damit dein Au-pair-Aufenthalt in Deutschland rechtssicher ist.

Wer ein Au-pair-Jahr macht, erlebt den Alltag in einer deutschen Familie aus nächster Nähe. Viele ehemalige Au-pairs berichten später, dass sie dadurch selbstständiger werden, Konflikte besser lösen und sich kulturell sicherer fühlen – Erfahrungen, die bei späteren Bewerbungen für Ausbildung, Studium oder Jobs in Deutschland positiv auffallen.

Au-pair in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern

Deutschland gehört neben Frankreich, Spanien und den USA zu den beliebtesten Au-pair-Zielen weltweit. Jedes Land hat eigene Regeln zu Arbeitszeit, Sprachkurs und Taschengeld, die du vor deiner Entscheidung vergleichen solltest.

Deutschland punktet vor allem mit:

  • stark geregelten Rahmenbedingungen durch die Bundesagentur für Arbeit
  • Pflichtzuschuss der Gastfamilie zum Sprachkurs
  • relativ moderaten Arbeitszeiten pro Woche (maximal 30 Stunden)
  • gut ausgebauten Sprachschulen in Städten und Mittelzentren

In Ländern wie den USA oder Australien sind die Programmbedingungen oft stärker kommerzialisiert und an große Agenturen gebunden. In Deutschland steht der rechtliche Status als Kulturaustausch im Vordergrund. Das schützt dich besser vor Ausbeutung als reine Arbeitsverhältnisse, weil Aufgaben, Arbeitszeit und Taschengeld klar definiert sind.

Viele Au-pairs kombinieren Deutschland mit einem weiteren Land. Manche starten zum Beispiel in Deutschland, verbessern Deutsch und wechseln danach für Englischkenntnisse in ein englischsprachiges Land. Andere machen nach dem Au-pair-Jahr ein Auslandspraktikum, Work and Travel oder nutzen Angebote wie „Arbeiten im Ausland ohne Erfahrung“.

Laut auslandspraktikum.de nutzen viele junge Leute das Au-pair-Jahr in Deutschland als Sprungbrett für ein anschließendes Studium, eine Ausbildung oder einen Job in Deutschland. Wer früh Netzwerke und Sprachkenntnisse aufbaut, hat später Vorteile bei Bewerbungen und kann leichter „Jobs im Ausland finden“.

Au-pair Deutschland planen und rechtssicher umsetzen

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht offizielle Musterverträge und Merkblätter für Au-pair-Aufenthalte in Deutschland, die als Grundlage für Aufgaben, Arbeitszeit und Taschengeld dienen. Die Bundesagentur für Arbeit legt in ihren fachlichen Weisungen zum Einsatz von Au-pairs fest, welche Arbeitszeit, welches Taschengeld, welcher Urlaub und welcher Sprachkurs-Zuschuss gelten. Stand 2025 sind diese Weisungen die wichtigste Referenz für Gastfamilien und Au-pairs, die einen rechtssicheren Au-pair-Aufenthalt in Deutschland planen.

Die Bundesagentur für Arbeit, die deutsche Arbeitsverwaltungsbehörde, definiert den rechtlichen Rahmen für Au-pair-Tätigkeiten. Das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erklärt ergänzend, wie Au-pair und Familie gut zusammenfinden und worauf beide Seiten beim Vertrag achten sollten.

Schritt für Schritt Au-pair in Deutschland werden

Um Schritt für Schritt Au-pair in Deutschland zu werden, solltest du von der ersten Recherche bis zur Ankunft in der Gastfamilie strukturiert vorgehen. Eine klare Planung hilft dir, Fristen für Visum, Vertrag und Sprachkurs einzuhalten und typische Fehler zu vermeiden.

1. Eigene Ziele klären

  • Willst du vor allem Deutsch lernen oder auch reisen?
  • Wie lange willst du bleiben: 6, 9 oder 12 Monate?
  • Welche Altersgruppe von Kindern passt zu dir?
  • Möchtest du lieber in einer Großstadt, Kleinstadt oder auf dem Land leben?

2. Informationen sammeln

  • Lies offizielle Infos der Bundesagentur für Arbeit (Mustervertrag, Merkblatt).
  • Informiere dich auf Seiten wie dem Familienportal des BMFSFJ.
  • Nutze Übersichtsseiten wie unsere Au-pair-Artikel, um Alternativen zu checken.
  • Prüfe Erfahrungsberichte von Au-pairs, die bereits in Deutschland waren.

3. Gastfamilie suchen

Du kannst über eine Agentur, eine Plattform oder dein Netzwerk suchen. Achte auf:

  • vollständige Profile mit Fotos und Beschreibung
  • klare Angaben zu Kindern, Ort und Wohnsituation
  • Referenzen oder Bewertungen, wenn vorhanden
  • transparente Infos zu Arbeitszeiten, Taschengeld und Sprachkurs

Die Gütegemeinschaft Au Pair e.V., ein deutscher Qualitätsverband für Au-pair-Agenturen, vergibt ein Gütesiegel an seriöse Vermittler. Auch die Au-pair Society e.V., ein weiterer Branchenverband, setzt Qualitätsstandards und kann bei Problemen vermitteln.

4. Video-Calls und Erwartungen klären

Sprich vor Vertragsunterschrift mindestens zwei- bis dreimal per Video mit der Familie. Kläre:

  • Aufgaben im Alltag
  • Arbeitszeiten und freie Tage
  • Taschengeld und Sprachkurs
  • eigenes Zimmer und Internetzugang
  • Regeln im Haushalt (Besuch, Ausgang, Nutzung von Auto oder ÖPNV)

5. Au-pair-Vertrag abschließen

Verwende das Muster der Bundesagentur für Arbeit. Darin stehen:

  • genaue Aufgaben und Stunden
  • Taschengeldhöhe
  • Urlaub und Feiertage
  • Sprachkurs und Zuschuss
  • Kündigungsfristen und Regelungen bei Konflikten

6. Visum beantragen (für Drittstaaten)

Das Auswärtige Amt verlangt für ein nationales Visum zum Zweck Au-pair unter anderem:

  • ausgefülltes nationales Visumantragsformular
  • gültigen Reisepass
  • biometrische Passfotos
  • unterschriebener Au-pair-Vertrag nach Muster der Bundesagentur für Arbeit
  • Au-pair-Fragebogen der Bundesagentur für Arbeit
  • Nachweis über Deutschkenntnisse (mindestens A1)
  • Krankenversicherung
  • ggf. Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit und der Ausländerbehörde

Für nationale Visa nennt das Auswärtige Amt eine mehrmonatige Bearbeitungszeit. Stand 2025 solltest du mit mindestens 3 Monaten Vorlauf rechnen, je nach Botschaft auch länger, insbesondere in Regionen mit hoher Nachfrage wie Lateinamerika oder Asien.

7. Ankunft und Anmeldung in Deutschland

Nach Ankunft:

  • meldest du dich beim Einwohnermeldeamt an
  • beantragst du, falls nötig, deinen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde
  • schließt du, falls nötig, zusätzliche Versicherungen ab
  • nimmst du Kontakt zur Sprachschule auf und startest deinen Kurs

Wer diese Schritte in Ruhe plant, startet entspannter in das Au-pair-Jahr in Deutschland und reduziert das Risiko von Visa- oder Vertragsproblemen deutlich.

Aufgaben, Arbeitszeit, Freizeit und Urlaub

Für Au-pairs in Deutschland sind Aufgaben, Arbeitszeit, Freizeit und Urlaub durch offizielle Richtlinien klar strukturiert. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass der Kulturaustausch im Vordergrund steht und Au-pairs nicht wie reguläre Haushaltshilfen eingesetzt werden.

Die Bundesagentur für Arbeit legt in ihren fachlichen Weisungen fest:

  • Das Taschengeld beträgt 280 Euro pro Monat netto.
  • Die Arbeitszeit umfasst regelmäßig bis zu 30 Stunden pro Woche einschließlich Babysitten.
  • Bei einem 12-monatigen Aufenthalt stehen 4 Wochen Urlaub zu.
  • Die Gasteltern beteiligen sich mit mindestens 70 Euro pro Monat an einem Deutschkurs.

Diese Weisungen findest du in den offiziellen Unterlagen der Bundesagentur für Arbeit. Sie gelten als Orientierung für alle Gastfamilien in Deutschland und werden von seriösen Agenturen und Verbänden wie der Gütegemeinschaft Au Pair e.V. ausdrücklich empfohlen.

Typische Aufgaben im Alltag

  • Kinder wecken, anziehen und zum Frühstück begleiten
  • Kinder in Kita oder Schule bringen und abholen
  • Nachmittagsbetreuung mit Spielen, Vorlesen, Basteln
  • leichte Mithilfe im Haushalt rund um die Kinder (z. B. Kinderzimmer aufräumen)

Nicht erlaubt sind Tätigkeiten, die eine normale Haushaltshilfe oder Pflegekraft ersetzen. Wenn dich eine Familie vor allem für Putzen, Gartenarbeit oder Pflege einsetzen will, ist das ein Red Flag und widerspricht dem Au-pair-Konzept in Deutschland.

Arbeitszeit und Freizeit

  • Maximal 30 Stunden pro Woche inklusive Babysitting
  • Meist 5 Tage pro Woche, 1,5 bis 2 Tage frei
  • Mindestens ein freier Tag pro Woche sollte auf einen Sonntag fallen

Die genaue Einteilung steht im Vertrag. Viele Familien erstellen zusätzlich einen Wochenplan, damit du weißt, wann du arbeitest und wann du frei hast. So kannst du deinen Sprachkurs, Freizeitaktivitäten und Reisen besser planen.

Urlaub und Feiertage

Bei 12 Monaten stehen dir 4 Wochen bezahlter Urlaub zu. Bei kürzeren Aufenthalten wird der Urlaub anteilig berechnet. Feiertage gelten in der Regel als frei, außer es wird etwas anderes einvernehmlich abgesprochen und im Vertrag oder Wochenplan festgehalten.

Wer einmal drei Monate in einer Gastfamilie gearbeitet hat, weiß, dass Absprachen Gold wert sind. Je klarer ihr über Arbeitszeiten, spontane Änderungen und Urlaubsplanung redet, desto entspannter läuft dein Jahr als Au-pair in Deutschland.

Taschengeld, Leistungen und Kostenplanung

Für ein Au-pair in Deutschland ist das monatliche Taschengeld von 280 Euro und der Zuschuss zum Sprachkurs die finanzielle Basis. Zusätzlich musst du deine persönlichen Ausgaben realistisch planen, damit du während deines Au-pair-Aufenthalts nicht in Geldstress gerätst.

Laut fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit beträgt das Taschengeld für Au-pairs in Deutschland 280 Euro pro Monat. Dieses Taschengeld ist netto und kommt unabhängig von der Region oder der Kinderzahl. Es wird in der Regel monatlich ausgezahlt und im Au-pair-Vertrag festgehalten.

Die Gastfamilie stellt dir außerdem zur Verfügung:

  • ein eigenes, abschließbares Zimmer
  • volle Verpflegung im Haushalt
  • Nutzung von Bad und Gemeinschaftsräumen
  • in vielen Fällen die Nutzung von ÖPNV-Tickets für Wege mit den Kindern

Die Bundesagentur für Arbeit schreibt außerdem vor, dass Gasteltern sich mit mindestens 70 Euro pro Monat an den Kosten eines geeigneten Deutsch-Sprachkurses beteiligen. Bei 12 Monaten sind das mindestens 840 Euro Zuschuss, die dir helfen, dein Deutschniveau deutlich zu verbessern.

Typische Ausgaben für dich als Au-pair

  • Anteil am Sprachkurs, falls der Kurs teurer ist als der Zuschuss
  • Freizeitaktivitäten wie Kino, Cafés, Ausflüge
  • Handyvertrag oder Prepaid-Karte
  • zusätzliche Versicherungen, falls nötig
  • Reisen innerhalb Deutschlands oder ins Ausland

Viele Au-pairs kommen mit 280 Euro Taschengeld aus, wenn sie günstig leben und große Reisen sparen. Andere wünschen sich mehr Freizeitbudget und planen zusätzliches Erspartes ein, vor allem wenn sie viele Städtetrips oder Sprachprüfungen (z. B. B1/B2) machen möchten.

Ein einfacher Budgetplan kann so aussehen:

  • 70–100 Euro pro Monat für Sprachkursanteil und Lernmaterial
  • 80–120 Euro für Freizeit und Ausgehen
  • 30–50 Euro für Handy und Streaming
  • Rest für Reisen oder größere Anschaffungen

Wer vorab schon etwas spart, hat im Au-pair-Jahr in Deutschland mehr Spielraum für Städtetrips, Festivals oder Sprachprüfungen und kann den Kulturaustausch intensiver nutzen.

Vertrag, Visum, Versicherung und Schutzrechte

Für Au-pairs in Deutschland sind ein klarer Vertrag, das richtige Visum, passende Versicherungen und bekannte Schutzrechte entscheidend. Diese Punkte sorgen dafür, dass dein Au-pair-Aufenthalt rechtlich abgesichert ist und du im Konfliktfall Unterstützung bekommst.

Au-pair-Vertrag

Die Bundesagentur für Arbeit stellt ein offizielles Vertragsmuster bereit. Dieser Vertrag regelt:

  • Beginn und Ende des Aufenthalts
  • Arbeitszeit und Aufgaben
  • Taschengeld und Sprachkurs-Zuschuss
  • Urlaub und freie Tage
  • Kündigungsfristen

Der Vertrag sollte vor der Visumsbeantragung vollständig ausgefüllt und von beiden Seiten unterschrieben sein. Bewahre eine Kopie gut auf, da sie bei der Botschaft, der Ausländerbehörde und im Alltag als Nachweis dient.

Visum und Aufenthaltstitel

Für Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten gilt:

  • Du brauchst vor der Einreise ein nationales Visum zum Zweck Au-pair.
  • Zuständig ist die deutsche Botschaft oder das Konsulat in deinem Heimatland.
  • Nach der Einreise wird das Visum in einen Aufenthaltstitel umgewandelt.

Das Auswärtige Amt schreibt, dass Antragstellende für dieses Visum jünger als 27 Jahre sein müssen und mindestens Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nachweisen. Die Bearbeitungszeit ist mehrmonatig und variiert je nach Botschaft. Informationen findest du auf den Seiten des Auswärtigen Amts, oft mit länderspezifischen Merkblättern für Au-pair in Deutschland.

Versicherungen

Du brauchst als Au-pair:

  • eine Krankenversicherung
  • eine Unfallversicherung
  • eine Haftpflichtversicherung

Viele Gastfamilien schließen spezielle Au-pair-Versicherungspakete ab. Manchmal übernimmt auch eine Agentur diesen Teil. Kläre vorab, wer welche Versicherung bezahlt und was genau abgedeckt ist, zum Beispiel Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte oder Schäden im Haushalt.

Schutzrechte und Konfliktlösung

Wenn es Probleme mit der Gastfamilie gibt, hast du mehrere Anlaufstellen:

  • deine Au-pair-Agentur oder Vermittlungsplattform
  • die Gütegemeinschaft Au Pair e.V., wenn die Agentur Mitglied ist
  • die örtliche Ausländerbehörde bei Visums- und Aufenthaltsfragen
  • Beratungsstellen oder Jugendmigrationsdienste in deiner Stadt

Red Flags sind zum Beispiel:

  • deutlich mehr als 30 Stunden Arbeit pro Woche
  • kein oder verspätetes Taschengeld
  • kein Zugang zum Sprachkurs trotz Vertrag
  • respektloser Umgang oder Isolation

In solchen Fällen solltest du früh das Gespräch suchen und Hilfe einbinden. Ein Wechsel der Gastfamilie ist möglich, wenn das Zusammenleben gar nicht funktioniert, und wird von seriösen Agenturen aktiv begleitet.

Viele, die Konflikte offen ansprechen, erleben danach eine deutliche Verbesserung. Andere merken, dass ein Wechsel besser ist, und finden mit Unterstützung eine neue Familie – ein wichtiger Sicherheitsaspekt für Au-pairs in Deutschland.

Häufige Fragen

Die folgenden Fragen und Antworten geben dir schnelle, konkrete Infos zu den wichtigsten Punkten rund um Au-pair in Deutschland und eignen sich als kompakter Überblick, wenn du gerade erst mit deiner Planung beginnst.

Wie werde ich Au-pair in Deutschland?

Um Au-pair in Deutschland zu werden, brauchst du eine Gastfamilie, einen Au-pair-Vertrag und je nach Herkunftsland ein nationales Visum. Du bewirbst dich mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Referenzen, klärst Aufgaben und Bedingungen per Video-Call und reist erst nach Visumerteilung an.

Wie viel verdient ein Au-pair in Deutschland?

Ein Au-pair in Deutschland erhält monatlich ein fest vereinbartes Taschengeld statt eines regulären Gehalts. Die fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit nennen aktuell 280 Euro pro Monat, zusätzlich zu freier Unterkunft, Verpflegung und einem Zuschuss zum Deutsch-Sprachkurs.

Welche Voraussetzungen braucht man als Au-pair in Deutschland?

Als Au-pair in Deutschland musst du in der Regel zwischen 18 und etwa Mitte zwanzig sein, ledig und ohne eigene Kinder. Du brauchst Kindererfahrung, Grundkenntnisse in Deutsch und einen Schulabschluss, und als Drittstaatsangehörige oder Drittstaatsangehöriger zusätzlich ein nationales Visum mit nachgewiesenem Sprachniveau von mindestens A1.

Wie viele Stunden arbeitet ein Au-pair in Deutschland?

Die Wochenarbeitszeit eines Au-pairs in Deutschland ist auf regelmäßig bis zu 30 Stunden einschließlich Babysitting begrenzt. Diese Grenze ergibt sich aus den fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit und wird im Au-pair-Vertrag festgehalten, zusätzlich stehen dir feste freie Tage und Urlaub bei längeren Aufenthalten zu.

Wie alt darf man als Au-pair in Deutschland sein?

Für Au-pairs in Deutschland gilt in der Regel eine Altersgrenze von mindestens 18 Jahren und einer oberen Grenze im mittleren Zwanzigerbereich. Für das nationale Visum zum Zweck Au-pair verlangt das Auswärtige Amt, dass du bei Antragstellung jünger als 27 Jahre bist, und viele Agenturen akzeptieren Bewerbungen nur bis 26 Jahre.

Braucht man als Au-pair in Deutschland ein Visum?

Ob du als Au-pair in Deutschland ein Visum brauchst, hängt von deiner Staatsangehörigkeit ab. EU- und EWR-Bürgerinnen sowie Schweizer reisen visumsfrei ein und melden sich nur an, während Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten in der Regel vor der Einreise ein nationales Visum zum Zweck Au-pair beantragen müssen.

Was macht ein Au-pair in einer Familie?

Ein Au-pair unterstützt die Gastfamilie vor allem bei der Kinderbetreuung und leichten Hausarbeiten. Typische Aufgaben sind Kinder wecken, bringen und abholen, mit ihnen spielen, einfache Mahlzeiten zubereiten und im Kinderbereich aufräumen, während Pflegeaufgaben oder schwere Hausarbeit ausdrücklich nicht dazugehören.

Ist Au-pair in Deutschland ein guter Weg, Deutsch zu lernen?

Ein Au-pair-Aufenthalt in Deutschland ist ein sehr effektiver Weg, Deutsch zu lernen, weil du täglich mit Muttersprachlern lebst. Du kombinierst einen regelmäßigen Sprachkurs mit echter Alltagspraxis in der Gastfamilie und verbesserst so Hörverstehen, Sprechen und kulturelles Verständnis deutlich schneller als im reinen Schulunterricht.

Wie werde ich Au-pair in Deutschland?

Um Au-pair in Deutschland zu werden, brauchst du eine Gastfamilie, einen Au-pair-Vertrag und je nach Herkunftsland ein nationales Visum. Du bewirbst dich mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Referenzen, klärst Aufgaben und Bedingungen per Video-Call und reist erst nach Visumerteilung an.

Wie viel verdient ein Au-pair in Deutschland?

Ein Au-pair in Deutschland erhält monatlich ein fest vereinbartes Taschengeld statt eines regulären Gehalts. Die fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit nennen aktuell 280 Euro pro Monat, zusätzlich zu freier Unterkunft, Verpflegung und einem Zuschuss zum Deutsch-Sprachkurs.

Welche Voraussetzungen braucht man als Au-pair in Deutschland?

Als Au-pair in Deutschland musst du in der Regel zwischen 18 und etwa Mitte zwanzig sein, ledig und ohne eigene Kinder. Du brauchst Kindererfahrung, Grundkenntnisse in Deutsch und einen Schulabschluss, und als Drittstaatsangehörige oder Drittstaatsangehöriger zusätzlich ein nationales Visum mit nachgewiesenem Sprachniveau von mindestens A1.

Wie viele Stunden arbeitet ein Au-pair in Deutschland?

Die Wochenarbeitszeit eines Au-pairs in Deutschland ist auf regelmäßig bis zu 30 Stunden einschließlich Babysitting begrenzt. Diese Grenze ergibt sich aus den fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit und wird im Au-pair-Vertrag festgehalten, zusätzlich stehen dir feste freie Tage und Urlaub bei längeren Aufenthalten zu.

Wie alt darf man als Au-pair in Deutschland sein?

Für Au-pairs in Deutschland gilt in der Regel eine Altersgrenze von mindestens 18 Jahren und einer oberen Grenze im mittleren Zwanzigerbereich. Für das nationale Visum zum Zweck Au-pair verlangt das Auswärtige Amt, dass du bei Antragstellung jünger als 27 Jahre bist, und viele Agenturen akzeptieren Bewerbungen nur bis 26 Jahre.

Braucht man als Au-pair in Deutschland ein Visum?

Ob du als Au-pair in Deutschland ein Visum brauchst, hängt von deiner Staatsangehörigkeit ab. EU- und EWR-Bürgerinnen sowie Schweizer reisen visumsfrei ein und melden sich nur an, während Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten in der Regel vor der Einreise ein nationales Visum zum Zweck Au-pair beantragen müssen.

Was macht ein Au-pair in einer Familie?

Ein Au-pair unterstützt die Gastfamilie vor allem bei der Kinderbetreuung und leichten Hausarbeiten. Typische Aufgaben sind Kinder wecken, bringen und abholen, mit ihnen spielen, einfache Mahlzeiten zubereiten und im Kinderbereich aufräumen, während Pflegeaufgaben oder schwere Hausarbeit ausdrücklich nicht dazugehören.

Ist Au-pair in Deutschland ein guter Weg, Deutsch zu lernen?

Ein Au-pair-Aufenthalt in Deutschland ist ein sehr effektiver Weg, Deutsch zu lernen, weil du täglich mit Muttersprachlern lebst. Du kombinierst einen regelmäßigen Sprachkurs mit echter Alltagspraxis in der Gastfamilie und verbesserst so Hörverstehen, Sprechen und kulturelles Verständnis deutlich schneller als im reinen Schulunterricht.